Reviews

"Sex, drugs and fucking what?"

RAPTURE-Chris from Vampster wrote in January 06:
http://www.vampster.com/artikel/show/?id=17909

Tja, Sex, Drugs und was weiter? Rock ´n´ Roll? Geht es auch etwas genauer? Toter Stoner Rock vielleicht. Der kaputte Vierer aus dem schönen München hat ihn jedenfalls inhaliert, den Spirit des Rock ´n´ Rolls und so authentisch und eigen wie dieser auf ihrem ersten Album wiedergegeben wird, das ist natürlich eine feine Sache. Weil Arschtreten können die Jungs, musst du verstehen. Und alles weitere, auch keine Frage, geht voll in die Beine und ist trotz der bluesigen Riffs und den einfach gestrickten Songs ziemlich eigen.

BULLFUCK haben schon den richtigen Namen für ihre Musik, mehr Attitüde geht sowieso nicht, das Feeling von der Bühne kommt beim Hören bestens rüber. Aber auch die Songs an sich, total interessant. Einerseits jeweils bestehend aus nicht allzuvielen Riffs, aber dafür alles Killer. Und inspiriert von KYUSS bis ENTOMBED und es passt herrlich zusammen. Dazu ein Zusammenspiel von dreckigem, kräftigem Gesang und bösem Gegrunze, das ist mal was Anderes. Passend dazu gibt sich die Band nicht verbohrt, ja was glaubst du. Denn Sänger Raf bringt auch arschcoole Percussion-Einsätze. So ist mit diesen ganzen Zutaten der erste Song "Pretty to Walk" gleich ein Volltreffer und das nicht nur weil ich BLACK SABBATH-Riffs und Abwechslung liebe.

Überhaupt haben sich fast nur hochkarätige Nummern auf dem Album versammelt, was diese Band auf ihrem ersten Album gleich für ein Kaliber auffährt, der Wahnsinn. Jeder Song ein Treffer, die Refrains von "Terror Crew", "Fubar" und "Dead Girls Don´t Say No" verlassen das Hirn so schnell nicht mehr, da kannst du drauf wetten. Musikalisch ist dieser Stoner Death Rock also über jeden Zweifel erhaben, groovt wie Hölle, zeigt eine abwechslungsreiche und eigenständige Band, die aus dem Bauch und nicht aus dem Kopf heraus ihre besten Nummern schreibt. Bis auf "Boring Times", das etwas drögen Death Rock ohne viel Abwechslung zeigt, und der etwas schwächeren, aber immer noch guten zweiten Häflte des Albums, ist alles paletti bei den Freaks.

Verbesserungsfähig wäre noch die Produktion, zwar ordentlich dreckig, aber druckvoller hätte es schon ein bißchen sein dürfen. Auch die Aufmachung ist ein wenig lieblos geraten, nur ein Einleger, Gestaltung auch ein bißchen einfach, in der Hinsicht ist man noch nicht konkurrenzfähig. Der Preis von 10,- € ist jedoch absolut gerechtfertigt - BULLFUCK sollte man sich merken, die machen ordentlich Dampf und wenn ich mir ausmale, zu was die noch alles fähig sein könnten, dann leuchten meine Augen. Schreibt an BULLFUCK und holt euch die Scheibe.

¤||¤¤||¤

Chris from Metal-Inside wrote in November 05:
http://www.metal-inside.de/mi/review/6109

Bei Demos ist das immer so eine Sache. Zum einen ist es pure Neugier und Entdeckerlust und zum anderen auch so etwas wie Angst, ob des zu erwartenden Sounderlebnisses. Beim ersten Song der Debutscheibe der Bayern von BULLFUCK fragte ich mich schon ernsthaft ob ich nicht gleich wieder ausmachen sollte, um mein seelisches Gleichgewicht nicht aus der Balance zu hauen. Ein total fies übersteuerter Gitarrensound ließ mein rechtes Auge tränen. Doch zum Glück hielt ich durch und ein paar Sekunden später wurde meine Tapferkeit belohnt. Der erfuhr eine mehr als 100%ige Steigerung und der Song ließ mich unweigerlich an DOWN denken. BULLFUCK spielen rotzigen Death’N’Roll, der sich im Wechsel mit Growls aber auch mit kräftigen cleanen Vocals in die Ohrmuscheln frisst. Dabei versprühen gerade Songs wie „Moon“ einen sehr rockigen Charme. Einen Song später bekommt man dann wieder die herbe Keule auf den Kopp gezimmert. Bei aller Rotzigkeit wird aber auch stets Wert auf eingängige Riffs und Melodien gelegt. Und immer dann wenn die Percussions einsetzen fühlt man sich an die Zeiten erinnert, wo SEPULTURA noch gut waren. Die insgesamt 13 Tracks haben den richtigen Groove, was nervt ist allerdings die Snare, die mit ihrem „Doing“-Sound auf die Dauer etwas mühselig wird. Aber das sind eher Kleinigkeiten, die mit dem nächsten Output mit Sicherheit ausgebügelt werden können. Die noch recht junge Band musiziert seit 2001 miteinander und hat mit „Sex, Drugs And Fucking What?“ ein starkes erstes Lebenszeichen von sich gegeben, das Lust auf mehr macht. Jeder der auf die neueren Outputs von Bands wie ENTOMBED abfährt, ist mit BULLFUCK auf alle Fälle gut bedient. Die Scheibe kommt ab sofort in mein Auto, auf das mir der Rost abfalle – Basta! Für gut angelegte 10 Euronen ist die Scheibe für euch da draußen zu haben. (chris)

¤||¤¤||¤

Jochen from Dare Devil Records wrote in November 05:

Bullfuck from Munich – YEAH! They mix DEATH METAL with Rock’n’roll and the difference to other bands is that the singer plays percussion too! And this is something rather special! Starting with one of the best tracks, called INTRO. A cool and slow guitar riff with a great percussion set and a huge vocal line! Killer track! PRETTY TO WALK starts in the same direction and turns into a fast Death Metal track with awesome growls from the bass player. Here again the percussion makes the song different to other bands. TERROR CREW, a groovy track with Death Metal growls sounding like the old Pungent Stench stuff. But in my eyes the clean chorus refrains not really fit into this song. And if you hear songs like MOON or NEW BREED, you will hear the other side of Bullfuck. This is more Rock’n’roll as the Hellacopters are, more Rock’n’roll like Gluecifer…these tracks normally not fit on a record like this….but what fits on a Bullfuck record? The band is outside every genre. And that is fresh and good! BORING TIMES and BLABBER are again good Death’n’Roll tracks. The mix of Rock’n’roll-like guitars, Hellacopters style, blast Death Metal beats, tribal drums, deep growls and clear vocals makes me a little bit confused. But I haven’t heard someone like this before! The Munich guys are definitely unique! I personally think that the clean vocals fit not 100% on every track, but who can expect that on a debut? Nobody! I think we will hear very good stuff from Bullfuck in the future!

Genre: Metal
Music: 8
Sound: 8
Info: 13 songs / 45 minutes

¤||¤¤||¤